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Archiv der Artikel die unter der Kategorie Studierendenproteste gespeichert wurden.

Abschaffung der Anwesenheitspflicht auf der Kippe – jetzt Petition für selbstbestimmtes Studieren unterzeichnen!

Im Sommersemester 2010 ist die „Arbeitsgruppe Bologna II“ zu dem einvernehmlichen Entschluss gekommen , die Anwesenheitspflicht in Vorlesungen, Sprachkursen und Seminaren komplett abzuschaffen bzw. in Seminaren in begründeten Fällen auf 50% der Sitzungen pro Veranstaltung zu senken.

In der letzten Sitzung jedoch wurde diese Regelung von vielen Dozierenden massiv angegriffen; in den Augen vieler Studierender dient die Anwesenheitspflicht jedoch vor allem der Kaschierung der schlechten Lehre einiger Dozierenden. Dozierende, die es schaffen, die Studierenden für ihre Themen zu begeistern, benötigen keine Anwesenheitspflicht.

Der Präsident der Universität Passau ist auf den Druck dieser Dozierenden hin eingeknickt und hat seine Meinung geändert – in Seminaren soll nun wieder teilweise eine volle Anwesenheit gefordert werden können.

Der AStA/SprecherInnenrat lehnt diese Pläne entschieden ab und fordert die Beibehaltung der einvernehmlich gefundenen Lösung. Alles andere wäre ein Schlag ins Gesicht aller Studierenden, die auf die Verlässlichkeit der Zusagen des Präsidenten gehofft haben.

Der AStA/SprecherInnenrat hat eine Online-Petition eingerichtet, auf der Du gegen die Anwesenheitspflicht unterschreiben kannst: www.petitiononline.com/UniPa11/petition.html

Der Kampf gegen Windmühlen I : Anwesenheitspflicht

Vor etwas über einem Jahr schaffte der Bildungsstreik in Passau, was an kaum einer Uni in Europa erreicht wurde; Die Studierenden stellten im Zuge ihrer 24 Stunden Besetzung Forderungen auf, die prompt am nächsten Morgen vom Präsidenten Schweitzer beantwortet wurden – mit seiner Unterschrift versprach er, sich um die geforderten Veränderungen zu kümmern. Darunter war auch das Thema der Anwesenheitspflicht.

“In dem Alter, in dem wir Studierende sind, hier an der Uni, sollte man uns doch zutrauen, dass wir selbst entscheiden können, welche Veranstaltung wir besuchen, und welche nicht. Wir sind nicht mehr in der Schule, wo für uns entschieden werden muss, sondern wir sind an der Uni. Wenn wir uns entscheiden nicht zu einer Sitzung zu gehen, müssen und werden wir die Konsequenzen tragen. Genau das ist doch wichtig zu lernen. Seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Was lernen wir denn, wenn wir hier alle nur gezwungen werden, uns an völlig vorgegebene Pläne zu halten?” frage ich in die Runde. “Da liegen Sie falsch.” ist die Antwort von Professorenseite. Ist das so?

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Kritische Weihnachten. Studentenweisheiten VII.

Ich weiß, ich weiß. In drei Tagen ist Weihnachten und wir alle freuen uns nur noch darauf, die Uni-Unterlagen für ein paar Tage in Passau zu lassen und Nachhause zu fahren. Aber wieso nicht mal unter dem Weihnachtsbaum ein wenig über unser Studium reflektieren? Damals, kurz nach dem Abitur, was haben wir uns da von der Universität erhofft? Und was haben wir bekommen? Weiterlesen ‘Kritische Weihnachten. Studentenweisheiten VII.’ »

Eine Richtigstellung – und ein Aufruf

Unpolitische Hochschullandschaften sind heute keine Seltenheit. Das Problem der mangelnden Partizipation herrscht nicht nur in den Gremien der Uni Passau, sondern auch an vielen anderen Universitäten in Deutschland. Gerade wenn in diesen Tagen vom bayerischen Kabinett entschieden wird, wie hoch die auf uns zukommenden Kürzungen sein werden, sollte man aber von uns Studierenden aber auch den Angestellten der Universität erwarten können, dass wir uns interessieren, dass wir aufpassen, was Da mit unseren Geldern passiert, und vor allem mit unserer Bildung. Doch: Es interessiert uns nicht.

In Eröffnungsveranstaltungen wie die der Politiktage zu allgemein politischen Themen wie hier “Demokratie auf dem Prüfstand – wer regiert Deutschland?” gehen die Massen gut und gerne (was äußerst erfreulich ist!). Geht es allerdings um Konkretes, geht es darum die eigene, direkte Misere zu erkennen und nicht nur passiv sondern aktiv Kritik zu äußern, kommt niemand.

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Bekomme ich im Hörsaal überhaupt noch Platz? Studentenweisheiten VI.

Ein Traum einer Vorlesung

Montags – 8, 15 Uhr – Passau. Wie gerne würde ich jetzt noch im Bett liegen und mich vom Wochenende erholen. Doch mit viel Überwindung habe ich mich aufgerafft und bin durch das immer kälter werdende Passau zur Uni gelaufen. Stolz betrete ich Hörsaal 9. Mit einem Kaffee bewaffnet stelle ich mich darauf ein mit 10 anderen Frühaufstehern ein paar Wirtschaftsaufgaben durchzugehen. Doch weit komme ich nicht. Mein erster Schritt in den Hörsaal landet auf der Hand eines Kommilitonen. Der Hörsaal ist vollkommen überfüllt. Dafür bin ich also aufgestanden? Weiterlesen ‘Bekomme ich im Hörsaal überhaupt noch Platz? Studentenweisheiten VI.’ »

Die Absurdität des Konvents. Studentenweisheiten V.

Immer diese Politiker! Denen trauen wir ja doch nichts mehr zu. Wir Studierenden machen das sicher alles besser. Ach, tatsächlich? Dann wollen wir uns doch mal unsere kleine, und noch ach so unverdorbene, Version der großen Politik ansehen. Namentlich das Studierendenparlament, auch Konvent genannt.

Konvent? Wer oder was ist denn das? Der Konvent, das ist ein demokratisches Gremium. In sogenannten Konvent Sitzungen setzen sich gewählte Studierende, die in Gruppen wie Jusos (Jung Sozialisten), GHG (Grüne Hochschulgruppe), RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studenten), LHG(Liberale Hochschulgruppe) und Fachschaften organisiert sind, hin und wieder zusammen um mehr oder minder wichtige Entscheidungen über unsere Universität zu treffen. Wie so eine Sitzung aussieht? Das habe ich mich auch gefragt und mal eine besucht. Denn hier darf jeder vorbei kommen und zugucken. Transparenz ist eben wichtig. Dachte ich zumindest. Weiterlesen ‘Die Absurdität des Konvents. Studentenweisheiten V.’ »

Informationsveranstaltung über die drohenden Kürzungen

Durch die anstehende Haushaltskonsolidierung drohen den Universitäten Kürzungen im Millionenbereich. Deswegen sehen sich die bayerischen Hochschulleitungen wahrscheinlich gezwungen, enorme Einsparungen im Bereich der Lehrenden, der Lehrausstattung und des Lehrangebotes zu unternehmen. Folge dieser Maßnahmen wären unzumutbar überfüllte Hörsäle, Bibliotheken und Mensa, veraltete Lehrbücher und überholte IT-Ausstattung sowie ein genereller Rückgang des wissenschaftlichen Auftrages. Die Hochschulleitungen der bayerischen Universitäten würden somit gezwungen werden, auf die Mittel der Studiengebühren zurückzugreifen, was dazu führen würde, dass diese nicht länger zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden, sondern diese überhaupt erst ermöglichen.

Der AStA/SprecherInnenrat hat deswegen eine Informationsveranstaltung geplant, bei der die Hochschulleitung die Studierenden über die anstehenden Maßnahmen aufklären wird. Sie findet heute, am 03.11.2010 im Hörsaal 5 um 20 Uhr statt.

Wir hoffen auf Euer zahlreiches Erscheinen.

Der AStA/SprecherInnenrat

AStA: Bayerische Staatsregierung lässt Unis im Stich!

Stellungnahme zu den drohenden Kürzungen der Mittel an den bayerischen Universitäten

Nach den Sofortsparmaßnahmen an den bayerischen Hochschulen drohen nun weitere Kürzungen im Zuge der geplanten Haushaltskonsolidierung. Diese würden die bereits beschlossenen Maßnahmen vom 28.09.10 um ein Vielfaches übersteigen. Durch weitere Mittelkürzungen im Millionenbereich,  alleine an der Universität Passau, sieht der AStA/SprecherInnenrat die Sicherung der bisherigen Qualität der Lehre massiv gefährdet. Im Besonderen vor dem Hintergrund des doppelten Abiturjahrgangs im Schuljahr 2010/11, wird es, ohne finanzielle Unterstützung durch die Regierung, eine nicht zu bewältigende Aufgabe sein, den Studierenden eine hochwertige Lehre zu garantieren.
Im Falle des Sparbeschlusses kommt die Regierung ihren Auflagen im Rahmen des Innovationsbündnisses: Hochschule 2013 nicht nach und zwingt die Universitäten dem kommenden Anstieg der Studierenden ohne Fördermittel zu begegnen. Die Sonderprogramme für den doppelten Abiturjahrgang sind nicht mehr als solche zu bezeichnen, wenn andererseits grundlegende Finanzmittel der Universität zusammengestrichen werden, da die „zusätzlichen“ Mittel nicht einmal die gröbsten Löcher stopfen würden, die durch die Kürzungen entstehen. Weiterhin könnte die Anzahl der Studierenden auch noch durch die geplante ausgesetzte Wehrpflicht steigen. Eine Kompensation der fehlenden Mittel ist voraussichtlich nur durch starke Kürzungen in allen Bereichen der Universitäten möglich und würde, im schwersten Falle, zu einer tief greifenden Schädigung der Strukturen der bayerischen Universitätslandschaft an sich führen. Die Universitäten werden in der Folge auf die Mittel der Studiengebühren zurückgreifen, was bedeutet, dass diese nicht länger zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden, sondern diese überhaupt erst ermöglichen. Die Sparmaßnahmen werden somit vollkommen auf die Studierenden abgewälzt.

Den Universitäten wird gerade in dem Moment, in dem durch hohen Zuwachs an Studierendenzahlen Gelder nötig sind, diese genommen und auf diesem Weg sind inakzeptable Studienbedingungen, im Besonderen für die neuen Studierenden, vorprogrammiert.
Die Entscheidung zur Zusammenlegung von Haushaltskonsolidierung und Bewältigung steigender Studierendenzahlen ist auch politisch höchst problematisch. Die bayerische Landesregierung betreibt hier Wortbruch an dem Versprechen, den Bildungssektor besonders zu fördern.
Die Proteste der Studierenden im letzten Wintersemester haben erst kürzlich die Bereitschaft der Betroffenen gezeigt, gegen unsoziale Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung aufzubegehren.
Der AStA/SprecherInnerat der Universität Passau fordert somit die bayerische Landesregierung auf, von ihrem Sparbeschluss abzusehen.

Der AStA/SprecherInnenrat der Universität Passau

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Die demokratische Toilette. Studentenweisheiten IV.

Ein weiser Klospruch.

In letzter Zeit vermissen immer mehr Leute eine gewisse  „demokratische Arena“. Sie suchen überall nach dem einen Ort, an dem das Volk noch seine Meinung sagt. An dem über die wirklich wichtigen Themen diskutiert wird. Kann es sein, dass sie tatsächlich ausgestorben ist, die „demokratische Arena“? Ganz und gar nicht! Denn ich habe sie erst neulich wieder entdeckt. Und zwar auf dem Frauenklo in der Zentral-Bibliothek unserer Universität. Weiterlesen ‘Die demokratische Toilette. Studentenweisheiten IV.’ »

Nochmal auf Deutsch, bitte. Studentenweisheiten III

Viele Studierende verstehen ihre Profs nicht

Könnt ihr mir auf Anhieb sagen, was das Wort „Interdependenz“ bedeutet? Na, wahrscheinlich schon. Nein? Kein Problem. Zum Glück wird es ja in den Unterlagen zu unseren Vorlesungen erklärt: Interdependenz ist ein „Beziehungsmuster zwischen staatlich verfassten Gesellschaften, das sich durch eine hohe Interaktionsdichte auszeichnet, deren Beschneidung mit erheblichen Kosten für beide Seiten verbunden wäre.“. Aha. Super Idee: ein Fremdwort durch ein Fremdwort ersetzen. Aber was versucht uns diese Definition zu sagen? Doch nur Folgendes: Zwei Staaten handeln oft gemeinsam. Wenn sie damit aufhören, müssen beide extrem viel Geld zahlen. So einfach kann es sein. Oder ist das vielleicht unter unserem Niveau? Und wenn wir gerade dabei sind: Wieso überhaupt Interdependenz? Wieso nicht „gegenseitiger Abhängigkeit“? Weiterlesen ‘Nochmal auf Deutsch, bitte. Studentenweisheiten III’ »