Ausstellung „la memoria vive“ ab 13.Juli

Veröffentlicht von am 2.07.2010, 11:30 | Kommentar

Seit den Ermittlungen des spanischen Richters Baltasar Garzón gegen hohe Entscheidungsträger der Franco-Diktatur  im Jahre 2008 wird auf der iberischen Halbinsel  kontrovers über die Vergangenheit der recht jungen Demokratie diskutiert.

Garzón hat es sich zur Aufgabe gemacht franquistische Verbrechen, vor allem in der frühen Phase nach dem Bürgerkrieg, aufzudecken. Dafür ließ er, gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Opferverbänden, Massengräber in ganz Spanien ausheben. Dieses Vorgehen löste Empörung und Widerstand bei rechten Gruppierungen in Spanien aus, bis hin zu Klagen wegen „Rechtsbeugung“.

Die Exhumierung der Ermordeten hatte ein kontroverses Medienecho zur Folge. Dabei überschattete die Politik oftmals den eigentlichen Zweck der Ausgrabungen: den Menschen, die in den dunkelsten Jahrzehnten der europäischen Geschichte zur Republik und zur Demokratie standen und dafür ermordet wurden, ein würdiges Grab zu verschaffen.

Der SDS.DIE LINKE Passau dokumentiert eine solche Exhumierung mit einer Ausstellung in der Zentralbibliothek. Es werden Bilder der Ausgrabungen präsentiert und Hintergrundinformationen zur Vergangenheitsbewältigung in Spanien bereitgestellt.

Ab dem 13 Juli in der Zentralbibliothek

zur Ankündigung auf der Homepage SDS.DIE LINKE Passau

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Dieser Artikel wurde verfasst von Kai Hofmann.

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