"Wissenschaft ist ein Beruf für Frauen": Was haben Namen mit Geschlecht zu tun?

Veröffentlicht von am 21.05.2012, 21:04 | Kommentar

Der Frage, wie Geschlecht und Nationalität die Namenswahl und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft beeinflussen widmet sich Professor Dr. Damaris Nübling (Lehrstuhl für Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) im dritten Teil der Vortragsreihe „Wissenschaft ist ein Beruf für Frauen. Ein Beispiel: Germanistin“.

Wissenschaft ist ein Beruf für Frauen Ringvorlesung SS 2012 TermineDie deutsche Onomastik (Namenforschung) hat merkwürdigerweise nicht die Teildisziplin der Gender-Onomastik ausgebildet, obwohl Namen – seien es Vor- oder Familiennamen – sehr viel mit Geschlecht zu tun haben. An Vornamen wird Sexus sogar obligatorisch markiert. Grenzüberschreitungen in Gestalt geschlechtsuneindeutiger Namen wie Kim, Eike, Kiran wandern regelmäßig durch die Presse und sind Gegenstand von Kontroversen, die nicht selten vor Gericht ausgefochten werden. Andere Kulturen wie z.B. die USA segregieren nicht ihre Namen in zwei Geschlechtsklassen, hier kommt es zu unisex names. Dass und wie die deutschen Vornamen trotz dieser strikten Sexusdichotomie
im Laufe der Zeit immer androgyner werden, ist ein Thema des Vortrags. Der zweite Teil befasst sich mit den Familien- bzw. Ehenamen und deren Wahl nach der Namenreform von 1994: Wie gehen die Ehepaare mit der neuen Freiheit um? In einem dritten Teil werden Kosenamen und deren sexusspezifischen Bildungs- und Gebrauchsunterschiede gestreift

Alle Termine der Vortragsreihe finden Sie auch auf dem Online Portal des Frauenbüros der Universität Passau oder in der  Informationsbroschüre zur Veranstaltung.

Datum: Donnerstags,  den 24. Mai 2012
Zeit:  18.15 bis 19.45 Uhr
Ort: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (Innstraße 27) Hörsaal 6

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Dieser Artikel wurde verfasst von Kathrin Dinkel.

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