Restrukturierung der Philosophischen Fakultät?

Veröffentlicht von am 28.11.2012, 14:45 | 1 Kommentar

Liebe Studierende,

im Internet und auf Flugblättern kursieren verschiedene Informationen und Befürchtungen zu einer eventuellen Teilung der Philosophischen Fakultät. Gerne möchten wir Sie daher kurz über den tatsächlichen Sachstand informieren:

Gibt es Überlegungen zu einer Restrukturierung der Philosophischen Fakultät?

Ja, es laufen Beratungsgespräche zwischen der Universitätsleitung und der Fakultätsleitung. Die Erweiterte Universitätsleitung, in der insbesondere die Fakultätsleitungen vertreten sind, ist ebenfalls einbezogen. 

Wie wäre der genaue Ablauf einer eventuellen Restrukturierung?

Falls sich die Erweiterte Universitätsleitung zu irgendeinem Zeitpunkt mehrheitlich für eine Restrukturierung ausspricht, kann sie einen entsprechenden Antrag an den Universitätsrat stellen. Diesem obliegt dann die Entscheidung über eine strukturelle Veränderung der Universität.

Der Universitätsrat tagt ca. vier Mal im Jahr. Für seine Sitzung am 28. November 2012 ist eine Beschlussfassung zur Restrukturierung der Philosophischen Fakultät nicht auf der Tagesordnung. Zuvor wäre ohnehin ein Antrag der Erweiterten Universitätsleitung erforderlich.

Steht eine Entscheidung in Kürze an?

Nein. Bislang wurden keinerlei Entscheidungen zum „ob“ oder „wie“ einer eventuellen Strukturänderung getroffen. Es fand jedoch auf Anregung des Präsidenten eine ausführliche interne Diskussion innerhalb der Philosophischen Fakultät statt, die bisher nicht zu einem konkreten Ergebnis geführt hat. Es gibt bislang keinen angesetzten Termin für eine Entscheidung der Erweiterten Universitätsleitung oder des Universitätsrats.

Sind bei einer eventuellen Restrukturierung negative Auswirkungen auf das Studienangebot zu befürchten?

Nein, diese Sorge ist unbegründet. Ziel einer Restrukturierung wäre genau das Gegenteil, nämlich das Lehr- und Forschungsangebot der Universität und damit die Studienqualität zu verbessern.

Wie wurde und wird über den Prozess informiert?

In der Erweiterten Universitätsleitung informierte die Universitätsleitung am 5. November 2012, dass Gespräche zwischen Universitätsleitung und Fakultätsleitung zu einer eventuellen Restrukturierung der Philosophischen Fakultät geführt werden, und hat damit den Diskussionsprozess angestoßen. In diesem Gremium sind sechs Studierende vertreten.

Bereits seit längerem ist eine Informationsveranstaltung der Universitätsleitung für den 5. Dezember von 18 bis 20 Uhr  im Hörsaal 10, Audimax, angesetzt. Auch darüber wurde in der Sitzung am 5. November 2012 informiert. Die Veranstaltung richtet sich an alle Mitglieder der Universität. Die Studierenden haben auch dieses Mal wieder die Möglichkeit, Themen zur Diskussion vorzuschlagen und so in den direkten Austausch mit der Universitätsleitung zu treten.

Zudem hat der Präsident angeboten, dass sich Studierende bei Fragen direkt an ihn wenden können. Bislang ist dies von Seiten der Studierendenvertretung nicht erfolgt.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Birgit Schwenger.

1 Kommentar

  • Studierendenparlament says:

    Liebe Frau Schwenger,

    vielen Dank, dass Sie zum ersten Mal öffentliche Informationen bezüglich der Restrukturierung der Philosophischen Fakultät zur Verfügung stellen. Ein kleines Bisschen verwundert sind wir (der AStA/SprecherInnenRat, das Studierendenparlament und die studentischen Senatorinnen), dass aus der Stellungnahme nicht ersichtlich wird von wem sie kommt und damit wer für sie verantwortlich ist.

    Leider ist es auf Grund der Komplexität des Themas nicht möglich eine Stellungnahme aus dem „Ärmel zu schütteln“. Genau aus diesem Grund laden wir am Donnerstag um 20:00 zu einer Diskussions- und Meinungsbildungsrunde in Raum 403 NK ein. Trotzdem irritieren uns manche Punkte so sehr, dass wir uns schon jetzt dazu äußern möchten:

    Zum zeitlichen Ablauf
    Seit mindestens einem Jahr steht eine Teilung der Philosophischen Fakultät im Raum. Leider wird sie jedoch nur außerhalb der offiziellen Gremien diskutiert.
    Unseren Informationen nach ist am 18.07.2012 zum ersten Mal das Thema in einem Gremium (dem Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät) besprochen worden. Leider sind die Sitzungen nicht öffentlich und somit auch keine Informationsquelle. Aus Gesprächen mit ProfessorInnen, MitarbeiterInnen und Studierenden ergibt sich für uns das Bild eines unausgearbeiteten Teilungsentwurfes und einer deutlichen Ablehnung.
    Seit dem sind uns keine Diskussionsrunden, oder andere offizielle Gremien bekannt, auf denen ein Teilungsentwurf erstellt oder weiter ausgearbeitet worden wäre. Trotzdem wird uns von verschiedenen Seiten zugetragen, dass eine Entscheidung über eine Teilung kurz bevor steht. (An dieser Stelle vielen Dank für die Information, dass die Entscheidung nicht in der heutigen Universitätsratssitzung getroffen wird.)

    Informationspolitik der Verantwortlichen
    Nach dem Kommunikationsdebakel um Technik Plus (die gesamte Uni erfährt Neuigkeiten aus der Zeitung) hatten wir gehofft die Versprechen ernst nehmen zu können, dass sich die Kommunikationskultur an der Universität verbessert. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Selbstverständlich haben wir den Präsidenten um ein Gespräch gebeten, darauf jedoch keine Rückmeldung erhalten. Zudem hat das Versprechen nach Technik Plus beinhaltete, dass von Seiten der Unileitung über tiefgreifende Pläne frühzeitig informiert wird, da sonst niemand wissen kann nach was gefragt werden soll.
    Alarmiert und an Technik Plus erinnert hat uns die Nachricht, dass eine Entscheidung kurz bevor stehen soll. Seit dem versuchen wir eine Informationsbasis zu schaffen, mit der eine öffentliche Diskussion über Sinn und Unsinn einer Teilung geführt werden kann.

    EINE TEILUNG WÜRDE UNS ALLE BETREFFEN

    Wir freuen uns über die Informationsveranstaltung des Präsidenten am 5.12. Aber warum sollten wir nach dem herablassenden Umgang auf der letzten Informationsveranstaltung darauf vertrauen, dass wir dieses Mal ernst genommen werden? Oder das Fragen mit mehr als einem rhetorischen Purzelbaum beantwortet werden?

    Jede und jeder, der oder die sich vor dieser Veranstaltung mit dem Thema beschäftigen und an dem Meinungsbildungsprozess teilnehmen möchte ist ganz herzlich zu der Diskussionsrunde am Donnerstag um 20:00 in Raum 403 NK eingeladen.

    Mit freundlichen und verbindlichen Grüßen

    Das Studierendenparlament, die studentischen SenatorInnen, der AStA/SprecherInnenrat

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