Deutscher Gründerpeis für mymuesli

Veröffentlicht von am 27.06.2013, 00:00 | Kommentar

Am Dienstag wurden die Gründer des Lebensmittelunternehmens vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierlich mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“ ausgezeichnet. Das Unternehmen habe sich in einer schwierigen, konservativen Branche durchgesetzt“ und das „sowohl online als auch offline sehr erfolgreich“ begründete die Jury ihre Entscheidung und lobte vor allem die „zielgerichtete Interaktion mit den Kunden“ als auch die gelungene Markenetablierung. mymuesli sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche großartige Chancen in einem professionell geführten in Start-Up stecken können.

Müsli aus besten Biozutaten zum selber mixen, mixen lassen, wieder mixen. So könnte man versuchen, das Konzept von mymuesli in einem Satz zu beschreiben. Der Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das als Onlineplattform begann auf der Kunden sich ein Müsli ganz nach ihrem Geschmack per Mausklick zusammenstellen konnten und dessen Produkte es mittlerweile sogar in die Rewe Regale des Münchener Großstadtdschungels geschafft haben, würde dieser eine Satz allerdings kaum gerecht werden.

Gründerpeis für MyMuesli

© mymuesli GmbH

Mehr als 80 Zutaten stehen Müslifans bei der Zusammenstellung ihrer ganz persönlichen Lieblingsmischung zur Verfügung. Wer von der Auswahl überfordert ist, kann sich auch für eine fertig zusammengestellte Mischung entscheiden, die gibt es für den spontanen Genuss nicht mehr nur online oder in einem von deutschlandweit vier eigenen MyMuesli Läden, sondern auch an zahlreichen „HotSpots“, also Supermärkten, Tankstellen, Lebensmitteleinzelhändlern und Gastronomiebetrieben. Um das morgendliche Frühstück komplett zu machen, hat das Unternehmen inzwischen auch Kaffee (Green Cup Coffee), Orangensaft (OH Saft) und sogar eigene entworfene Müslilöffel im Angebot.

Innovative Ideen, außerordentlicher Einsatz, eine positive Unternehmenskultur, aber auch soziales Engagement sind Vergabekriterien des Deutschen Gründerpreises, der jährlich die besten Existenzgründer-Ideen in den Kategorien StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk vorstellt und ehrt. 2013 gehörte mymuesli von vornherein zu den drei Top Favoriten. „Man muss sich vorstellen, man mag keine Rosinen. Man ist allergisch gegen Nüsse. Man ist Sportler und hat ganz spezielle Anforderungen an Müsli. So etwas gab es eben noch nicht auf dem Markt und deswegen ist die Idee zu mymuesli entstanden“, erklärte Max Wittrock, Mitgründer des Unternehmens, im Interview mit dem ZDF.

Auch wenn sich das Konzept leicht anhören mag, steckt eine Menge harter Arbeit, viel Engagement und nächtelange Tüftelei hinter dem Erfolg von mymuesli. Grund für die Verleihung des Preises waren so neben dem  großen Erfolg und der individuellen Kunden- und PR-Interaktion auch die Tatsache, dass „das originelle Geschäftsmodell oft kopiert, aber der Erfolg von mymuesli nie erreicht“ wurde. „Dies zeigt eindrucksvoll, wie professionell das junge Gründungsteam arbeitet.“ Als Preisträger werden die Gründer von mymuesli nun zwei Jahre lang vom Kuratorium des Deutschen Gründerpreises im Rahmen einer Patenschaft unterstützt. Zusätzlich erhalten sie ein individuelles Coaching durch die Porsche Consulting GmbH. Für die Unternehmer ein Glücksfall: „Derzeit stehen wegen des Wachstums viele Veränderungen an. Hier können wir noch viel lernen.“

Aber nicht nur beim Gründerpreis macht mymuesli von sich reden. Zur Unterstützung der Hochwasseropfer in ihrer „Gründungsstadt“ kreierte das Team kurzerhand das „Passau-Müsli“ und versprach den Umsatz an das Spendenkonto der Stadt Passau zu überweisen. Die Nachfrage übertraf selbst die Erwartungen der Initiatoren: statt der ehemals geplanten 1.500 Packungen (und damit ca. 10.000 Euro  Spendengelder) konnte in nicht einmal 24 Stunden mehr als die dreifache Menge abgesetzt werden. So kamen insgesamt 33.353 Euro an Spendengelder zusammen.

Mehr über die Gewinner des Deutschen Gründerpreises 2013:

(Quelle: Alle angeführten Zitate entstammen den Seiten des Deutschen Gründerpreises)

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Dieser Artikel wurde verfasst von Kathrin Dinkel.

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