BR-Beitrag: „Dialekt – Bayerisch hoch drei“

Veröffentlicht von am 17.11.2014, 17:41 | Kommentar

In der „Neuen Welt“ spricht man anders. Die Region zwischen Breitenberg, Wegscheid und dem Dreisessel ist die Heimat eines Dialekts, bei dem wahrscheinlich selbst alt-eingesessene Bayern mindestens zweimal hinhören müssen. Während im typischen „Bairisch“ vor allem Diphthonge vorkommen, hat sich in der Region eine einzigartige Verwendung von Triphthongen entwickelt.

Das Ganze nochmal für Normalsterbliche: Der breitenbergische Dialekt verwendet mehr Vokale als im restlichen Bayern. Statt Zwielauten kommen Dreifachlaute vor. Aus Ue (Hochdeutsch: Ohr) wird dann zum Beispiel Òuă (ebenfalls Ohr).  Triphthonge gibt es auch in anderen Sprachen wie dem Spanischen oder dem Dänischen. Besonders für die „Neuen Welt“ ist aber die Verwendung des eou-Umlauts, denn der kommt lediglich in der Region vor.

Der Ursache für diese sprachliche Besonderheit geht Professor  Dr. Rüdiger Harnisch (Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Passau) im Beitrag „Dialekt – Bayerisch hoch drei“ des Bayrischen Fernsehens auf den Grund. Die Sendung kann aktuell in der Mediathek des BR abgerufen werden.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Kathrin Dinkel.

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