Warum ILIAS?

Veröffentlicht von am 15.05.2017, 14:30 | Kommentar

Bei einigen Seminaren zu Kompetenzen wird das Lernmanagementsystem ILIAS zur Vor- und Nachbereitung genutzt. Hier möchten wir klären, was ILIAS (Kurzform für: Integriertes Lern-, Informations- und Arbeitskooperations-System) genau ist, welches Potenzial es bietet und wie es an der Universität Passau genutzt wird.

Studierende arbeiten mit dem Lernmanagementsystem ILIAS

„ILIAS ist ein Lernmanagementsystem, mit dem man Lehre digital ergänzen und durchführen kann. Dafür haben Dozierende mehrere Möglichkeiten, denn ILIAS ist eine Art großer Werkzeugkasten mit vielen Funktionen„, erklärt Florian Tettenhammer, zuständig für die Mediendidaktische Beratung am Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement der Universität Passau. „Traditionelle Präsenzveranstaltungen können so mit modernen Formen von medienunterstützter Lehre verknüpft werden. Zudem eignet sich ILIAS besonders für „Blended Learning“, eine Lernform bei der sich die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen und die sozialen Aspekte von Präsenzsitzungen didaktisch sinnvoll ergänzen“, erläutert Tettenhammer. Weiter bietet ILIAS Möglichkeiten zur erweiterten Inhaltsvermittlung, zum Beispiel durch multimediale Skripte, das heißt Unterlagen, in die man Videos, Links, Selbsttests, Aufgaben oder Quiz einbauen kann. Zudem können Dozierende Funktionen zur Wissensabfrage nutzen, also Probeklausuren, Tests oder Fragebögen einbinden. Zum Beispiel für das Basisseminar zu interkultureller Kompetenz von Frau Gisevius, füllen die Teilnehmenden vorab den Intercultural Effectiveness Scale (IES) Test aus. Im Seminar können sie dann mit den Ergebnissen arbeiten und die eigene interkulturelle Kompetenz analysieren. Auch „Audience-Response-Abfragen“, wie unter anderem ein „Live Voting“, bei dem Studierende mit ihren Laptops oder Smartphones während der Veranstaltung Fragen beantworten oder abstimmen können, macht ILIAS möglich. Außerdem bietet das Lernmanagementsystem Kooperationsmöglichkeiten, beispielsweise in Form von Wikis, Blogs oder gemeinschaftlicher Textbearbeitung.

Studierende profitieren vor allem von der zeitlichen und örtlichen Flexibilität, die ILIAS schafft. Wann und wo sie die Inhalte und Aufgaben erledigen wollen, entscheiden sie selbst. Auch das Lerntempo kann selbst bestimmt werden. Durch Aufgaben oder Tests können Studierende zur Vor- und Nachbereitung motiviert werden. Besonders für die Seminare zu Kompetenzen, die meist nur 1-2 Tage dauern, ist es wichtig, dass sich Studierende bereits vorab mit dem Thema beschäftigen und sich über die eigenen Erwartungen an das Seminar und Vorkenntnisse klarwerden. So können die Dozierenden dann den Inhalt des Seminars darauf ausrichten und einen optimalen Lernerfolg ermöglichen. Wer sich davor und danach mit den Inhalten beschäftigt, kann sie leichter behalten und mit bestehendem und weiterführendem Wissen verknüpfen (karrierebibel.de: Studienorganisation: Tipps fürs Studium). Kurz gesagt: Wer sich vorbereitet – und sei es nur eine halbe Stunde – lernt effektiver.

„Lehrende und Studierende nehmen das Angebot gut an. Es wenden sich mittlerweile auch Dozierende an mich, die von Studierenden gebeten werden, bestimmte Tools von ILIAS für die eigene Veranstaltung zu verwenden“, so Herr Tettenhammer. Trotzdem wünscht er sich, dass noch mehr Dozierende die Gestaltungsmöglichkeiten in ILIAS nutzen.

ILIAS wird vom ZIM für alle Dozierenden an der Uni Passau zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu E-Learning und Medien finden Sie auf der Homepage des Zentrums für Informationstechnologie und Medienmanagement.

Kategorie(n): ,

Dieser Artikel wurde verfasst von Zentrum für Schlüsselkompetenzen.

Kommentar