Made in Passau: GradeView

Veröffentlicht von am 10.03.2013, 17:38 | 1 Kommentar

gradeview logoWer sich in den letzten Wochen auf dem Passauer Campus genauer umgeschaut hat, wird an vielen Orten Plakate von GradeView entdeckt haben. Vor etwa einem Monat startete der Studienplanungs- und Notenvergleichsdienst gradeview.de der gleichnamigen GradeView UG. Geschäftsführer sind Jonas Menk (Master Maschinenbau an der TU Darmstadt) und Max Weber (Master BWL an der Uni Passau), die mit ihrem Dienst eine einfache und komfortable Organisation von Prüfungsleistungen ermöglichen wollen.

Die Idee für das “innovative Notenportal” entstand aus dem Wunsch, Prüfungsleistungen komfortabel verwalten zu können – ein Problem, dem viele Studierende mit Tabellenkalkulationen oder selbst geschriebenen Programmen begegnen. Zwar bietet auch das QISPOS-System grundlegende Informationen, jedoch lässt sich damit nicht planen, simulieren und vergleichen. GradeView hingegen erlaubt es, in einem speziellen Simulationsmodus Annahmen zu machen und basierend auf den bereits feststehenden Noten die best- und schlechtmöglichste Abschlussnote zu berechnen. Dabei kann selbst definiert werden ob und inwiefern einzelne Prüfungsleistungen in die Endnote eingehen. Eingetragene Prüfungsergebnisse können natürlich nicht von anderen Benutzern eingesehen werden.

Der Datenbestand bietet auch an, verschiedene Metriken für Studiengänge und Universitäten zu berechnen. So lässt sich z.B. feststellen, dass an der Uni Passau durchschnittlich 26,1 ECTS-Punkte pro Semester erbracht werden und Absolventen im Schnitt mit der Gesamtnote 2,0 abschließen. Die Zufriedenheit wird bei 30 Teilnehmern mit 4 von 5 Sternen bewertet. Natürlich sind diese Werte nicht repräsentativ, bei höherer Beteiligung könnte sich dies aber ändern. Eine sichere Quelle für Daten dieser Art gibt der Wissenschaftsrat heraus. Mit diesen Daten kann und will GradeView nicht in Konkurrenz treten. Neben weiteren Statistiken zur Abiturnote und der Note der Abschlussarbeit kann man auch die durchschnittliche Dauer von Praktika und Auslandsaufenthalten pro Universität und Studiengang erfahren.

Neben der Notenverwaltung lassen sich auch Praktikums- und Auslandserfahrungen austauschen. Genau hierauf baut auch das geplante Geschäftsmodell auf. Zukünftig sollen Recruiter die Möglichkeit bekommen, auf Benutzerprofile und somit Endnote, Praxis- und Auslandserfahrung zurückzugreifen, um Studierende gezielt ansprechen zu können. Im Gegensatz zu den Recruitern soll der Dienst für Studierende dauerhaft kostenfrei bleiben und durch die Jobangebote einen zusätzlichen Mehrwert bieten.

Aufgrund der Studienorte von Jonas und Max haben die beiden ihren Dienst vorerst an der Uni Passau und der TU Darmstadt beworben. Wie sie selbst sagen, wollen sie erst alle „Kinderkrankheiten beheben, um pünktlich zu Semesterbeginn im April deutschlandweit“ durchzustarten. Aber auch jetzt gibt es schon zahlreiche Besucher. So wurde ihre Website an den ersten Tagen von über 1000 Personen besucht.

In naher Zukunft wird vorerst daran gearbeitet, die Eingabe von Prüfungsleistungen durch automatische Vervollständigung zu vereinfachen. Dabei soll das System auf die Prüfungsbezeichnungen der Kommilitonen zurückgreifen. Dies erhöht die Geschwindigkeit der Eintragung und ermöglicht schließlich auch den Vergleich einzelner Prüfungsleistungen auf Universitätsebene. Die Übermittlung der Noten geschieht derzeit noch unverschlüsselt. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass „ein SSL-Zertifikat ist in Planung“ ist.

Die komplette Reihe Made in Passau

Teil 1 Made in Passau: GradeView
Teil 2 Made in Passau: Studentenflohmarkt
Teil 3 Made in Passau: Stomt
Teil 4 Made in Passau: unicato
Teil 5 Made in Passau: ONE LOGIC
Teil 6 Made in Passau: crealytics
Teil 7 Made in Passau: Campus Cup (5 Euro Special)
Teil 8 Made in Passau: your-coin (5 Euro Special)
Teil 9 Made in Passau: Wohnraumkarte
Teil 10 Made in Passau: Thronboten (5 Euro Special)
Teil 11 Made in Passau: Campusbeauties (5 Euro Special)
Teil 12 Made in Passau: TouriSpo

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sebastian Henneberg.

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