Made in Passau: Stomt

Veröffentlicht von am 24.03.2013, 17:38 | Kommentar

stomt„Unsere Feedback-Plattform versteht sich als das Beste aus Instagram, Twitter und Yelp“ so Philipp Zentner vom Passauer Startup stomt. Unter dem Slogan „Share the details. Change the details“ sollen Nutzer Details ihrer Lieblingsorte oder -Produkte beschreiben und teilen, um diese letztendlich zu verbessern. Ein zwanzigköpfiges Team arbeitet energisch daran, die Plattform im Sommer international zu veröffentlichen.

Gründer Philipp Zentner (Bachelor Wirtschaftsinformatik, Uni Passau) hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine neuartige faire Feedback-Plattform zu bauen. Unter dem Namen stomt soll seine Plattform das Beste bestehender Bewertungssysteme mit einigen zusätzlichen Funktionen vereinen.

Philipp erklärt, dass rund ein Drittel aller Kundenbewertungen im Web gefälscht sind. Diese werden von Unternehmen platziert, um schlechte Bewertungen zu neutralisieren. Grund dafür sind oftmals fehlende Reaktionsmöglichkeiten für die Unternehmen bzw. Verantwortlichen. Stomt soll diese Reaktionsmöglichkeit bieten. Dabei fungiert stomt als neutrale Vermittlungsplattform zwischen Kunden und Unternehmen.

Anders als bei bekannten Bewertungsportalen und -systemen gibt es bei stomt eine vorgegebene Satzstruktur. Diese erlaubt entweder positives Feedback im Sinne von „X ist besonders gut, weil …“ oder konstruktive Kritik im Sinne von „X wäre besser, wenn …“. Die Bewertung selbst nennt das Team einen Stomt. Dabei erinnert der Stomt aufgrund seiner Begrenzung auf 120 Zeichen sehr stark an einen Tweet. Analog dazu kann ein Stomt um ein Foto ergänzt werden.

Bekannt von größeren Bewertungssystemen sollen andere Nutzer die Möglichkeit haben, Bewertungen zu bestätigen oder abzulehnen. Die Berechnung des Einflusslevels ermöglicht Annahmen über Aussagekraft und Vertrauenswürdigkeit der Bewertung und hilft die Relevanz zu messen. Dabei zielt diese Funktionalität besonders auf den (virtuellen) Freundeskreis. „Das ist sehr naheliegend, denn sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen macht man selten alleine! Oft nutzt man dieselben Produkte und besucht dieselben Orte wie der Bekanntenkreis“, erklärt Philipp.

Inspiriert von Stanley Milgrams „Kleine Welt Theorie“ ist im Hintergrund eine tiefe Analyse des sozialen Graphen geplant. Dadurch entsteht ein Vertrauensnetzwerk, das Nutzern helfen soll, relevante und vertrauensvolle Meinungen zu finden. Zusätzlich sollen Benutzer durch Gamifizierung (spielerische Anteile/Komponenten) zur Bewertung animiert werden.

Die Registrierung für Unternehmen ist genau wie für Kunden kostenfrei, um eine gewisse Fairness zu gewährleisten. Gegen Bezahlung bekommen Unternehmen mehr Informationen über ihre Kunden und zusätzliche Möglichkeiten auf die Bewertungen zu reagieren. Außerdem können sie beispielsweise Gewinnspiele oder Coupon-Aktionen über die App starten. Das langfristige Ziel ist „Kundenwünsche über ganze Branchen und Produktkategorien hinweg analysieren zu können“.

Das Projekt befindet sich derzeit in der sogenannten Seed– und Pre-Launch-Phase. Das zwanzigköpfige Team bestehend aus Gründer, Mitgründer, Designer, sieben Entwicklern und zehn Praktikanten arbeitet hochmotiviert dem Launch entgegen. Die Produktenwicklung soll im August die erste öffentliche Version hervorbringen. Weiterhin wird nach Verstärkung gesucht. Zum einen Praktikanten für das Online und Offline-Marketing, zum anderen Entwickler die Aufgaben mit Java, Spring, NodeJS, MongoDB, Data-Mining und Text-Mining erwarten.

Bisher hat sich das Team durch Eigenkapital finanziert. Erste interessierte Investoren sind aber bereits vorhanden, sodass in den kommenden Monaten eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen werden soll. Ideelle Unterstützung bekommt das Team durch die Universität Passau von Herrn Dr. Dilling, der mit vielen Tipps und Informationen zur Seite stand.

„Stomt soll die Feedback-Plattform für alles werden: Orte, Dienstleistungen, Produkte und später auch das Web. Wir wollen global erfolgreich sein und konzentrieren uns bereits jetzt, früh internationalisieren zu können“, so der selbstbewusste Gründer Philipp Zentner. Wer zukünftige Entwicklungen verfolgen und sich seinen Nutzernamen sichern will, kann dies auf www.stomt.com bereits tun. Es bleibt spannend mit welcher Plattform und dazugehörigen Apps das Team im Sommer an den Start geht.

Die komplette Reihe Made in Passau

Teil 1 Made in Passau: GradeView
Teil 2 Made in Passau: Studentenflohmarkt
Teil 3: Made in Passau: Stomt
Teil 4 Made in Passau: unicato

Erstellen

Teil 5 Made in Passau: ONE LOGIC
Teil 6 Made in Passau: crealytics
Teil 7 Made in Passau: Campus Cup (5 Euro Special)
Teil 8 Made in Passau: your-coin (5 Euro Special)
Teil 9 Made in Passau: Wohnraumkarte
Teil 10 Made in Passau: Thronboten (5 Euro Special)
Teil 11 Made in Passau: Campusbeauties (5 Euro Special)
Teil 12 Made in Passau: TouriSpo

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sebastian Henneberg.

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