Shareconomy: KleiderTauschRausch

Veröffentlicht von am 17.07.2013, 09:41 | Kommentar

KleiderTauschRauschVor zwei Wochen fand in Passau der erste KleiderTauschRausch statt. Das Konzept ist denkbar einfach:  Ausgemusterte Kleidung mitbringen und kostenlos beliebig viele „neue“ Klamotten finden und behalten.

Für viele KleidertauscherInnen war das Konzept neu und ungewöhnlich. Doch anfängliche Hemmungen, zuzugreifen, wurden schnell überwunden. Die Veranstalter bewiesen, dass Kleidungsstücke, die man selbst längst abgeschrieben hat, andere beglücken können. Gleichzeitig sensibilisierte die Aktion zu einem verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen. Begleitet wurde die Veranstaltung von Workshops der besserwisser, die erklärten, wie man scheinbar ausgediente Kleidung aufpeppen kann. Abgerundet wurde der Abend mit Live-Musik von Samuel Foday und Band.

Die Idee für die Kleidertausch-Party entstand aus einem überfüllten Kleiderschrank: „Geschmacksverirrungen, Farbfehlgriffe oder Sachen an denen wir uns sattgesehen haben liegen vergessen im Schrank und werden beim Ausmisten weggeschmissen, weil man nicht weiß, wohin damit“ erklärt Leoni. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Etwa 100 RauschTauscherInnen nahmen teil. Natürlich fanden nicht alle Stücke neue Besitzer. Was übrig blieb wurde durch die Aktion Hoffnung nach „entwicklungspolitisch und ökologisch sinnvollen Kriterien“ weiter verteilt.

WinDOrganisiert wurde die Veranstaltung von Weltwärts in Deutschland (WinD), einer relativ jungen Hochschulgruppe. WinD Passau ist eine vieler regionaler Gruppen, die sich mit sozialen und entwicklungspolitischen Themen beschäftigt. So machte WinD auf den Welt-Aids-Tag aufmerksam, organisierte einen Vortrag zum Thema Landgrabbing und lud zum Filmvortrag “Residenzpflicht” ein.

Begeisterte TeilnehmerInnen und Interessierte dürfen sich bereits auf eine Fortsetzung freuen: Mitte November plant das Team den nächsten KleiderTauschRausch. Neben einigen Optimierungen und Neuerungen sollen z. B mehr Schüler und Männer angesprochen werden. Stellt sich bloß die Frage, ob die geringe Anzahl männlicher Tauscher nicht eher auf „kleinere“ Kleiderschränke zurückzuführen ist. 😉

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